100 Jahre Synagoge Fraenkelufer

Rede_foto

Foto: William Glucroft

Begrüßungsrede von Nina Peretz zum Festakt am 4. September 2016

Ma tovú ohalecha Jaacov mishkenotecha Israel.
Wie schön sind deine Zelte, Jakob! Deine Wohnungen, Israel.

Mit diesem Tora-Vers, den Sie gerade in der Vertonung von Louis Lewandowski gehört haben, wurde unsere Synagoge vor einhundert Jahren eingeweiht.
Deshalb begrüßen wir Sie auch heute mit diesen Klängen.

Herzlich willkommen, liebe Gäste!
Liebe Bürgermeisterin Monika Herrmann,
lieber Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Dr. Joffe,
liebe Mitglieder des Bundestages, Petra Pau und Volker Beck,
liebe Mitglieder des Abgeordnetenhauses,
der Repräsentantenversammlung der Gemeinde,
liebe Bezirksverordnete,
liebe Partner, Förderer und Freunde des Fraenkelufers,
liebe Nachbarinnen und Nachbarn,
und vor allem liebe Beterinnen und Beter,

Wenn wir heute das Jubiläum der Synagoge am Fraenkelufer feiern, geht es um viel mehr als das 100-jährige Bestehen eines Gebäudes. Es geht vor allem um die Menschen, die diesen Ort im Laufe des Jahrhunderts mit Leben gefüllt haben. Denn damals, nach dem Grauen und der Vernichtung durch die Schoa und den Krieg, schien es mehr als unwahrscheinlich, dass wieder aktives Gemeindeleben in die Synagoge zurückkehrt. Und doch: Gleich nach dem Krieg gab es wieder Gebete, und auch seitdem fast durchgängig über alle Jahrzehnte. Heute, 100 Jahre nach der Gründung, gibt es hier wieder eine junge und wachsende Gemeinschaft. Und das, liebe Gäste, ist der wahre Anlass zur Feier.

Denn die Geschichte des Ortes ist untrennbar verbunden mit den Menschen am Fraenkelufer – Menschen, die sich in der Synagoge versammelten, hier beteten, Feste feierten, lernten und auch hier wohnten. Die persönlichen Geschichten dieser Menschen wollten wir erzählen. Deshalb haben wir zum Jubiläum die Ausstellung „100 Jahre Synagoge am Fraenkelufer“ ins Leben gerufen.

Anhand persönlicher Biografien und Bilder zeigt die Ausstellung Lebenswege und Erinnerungen einiger Menschen, die im letzten Jahrhundert mit der Synagoge verbunden waren und es bis heute sind. Entstanden ist so ein Familienalbum der ganz besonderen Art.

Viele der Menschen, über die Sie in der Ausstellung lesen können, sind auch heute anwesend – das freut uns sehr. Einer von ihnen hatte einen besonders weiten Weg, denn er ist aus Petach Tikwa in Israel gekommen. Peter Salomon überlebte als kleiner Junge hier hier in der Synagoge – nach dem Krieg wanderte er nach Israel aus und lebt dort heute als Iftach Ronen. Iftach und Sarah, wir sind sehr glücklich, dass ihr heute bei uns sein könnt.

Auch Meir Neumann, der die Shoa im Versteck überlebt und hier kurz nach dem Krieg Bar Mitzvah gefeiert hat, ist noch heute Beter am Fraenkelufer – und hat uns für die Ausstellung an seinen Erinnerungen teilhaben lassen.

Die Geschichte einer weiteren Person dürfte vielen von Ihnen ein Begriff sein: Robert Capa, der spätere Begründer der Fotoagentur Magnum. Seine Bilder vom ersten Feiertagsgebet am Fraenkelufer direkt nach dem Krieg hängen seit diesem Wochenende bei uns in der Synagoge, in der Ausstellung „Neubeginn – Robert Capa am Fraenkelufer“.
Über die beiden Ausstellungen erfahren Sie später noch mehr.

Erwähnen möchte ich noch einen Menschen, der der Synagoge durch seine Familiengeschichte verbunden ist: Michael Bob besuchte das Fraenkelufer als Kind mit seinem Vater und feierte 1967 hier seine Bar Mitzvah. Der großzügigen Unterstützung von Herrn Bob ist es zu verdanken, dass wir die Ausstellung und die Feierlichkeiten in dieser Form umsetzen können.
Auch viele weitere private Spender haben zum Gelingen der Feierlichkeiten beigetragen – dafür vielen Dank.

Wir danken auch dem Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und dem Friedrichshain-Kreuzberg Museum für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit.

Dank gilt auch der Jüdischen Gemeinde zu Berlin für ihre Unterstützung – der Jubiläumsfeierlichkeiten, aber auch der Gemeindearbeit hier am Fraenkelufer.

Schließlich möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um den vielen Freunden der Synagoge Fraenkelufer zu danken, die sich täglich für das Fortbestehen jüdischen Lebens an diesem Ort einsetzen. Ihrem ausschließlich ehrenamtlichen Engagement ist es zu verdanken, dass es am Fraenkelufer auch in Zukunft jüdisches Leben geben wird. Denn unsere Aufgabe sehen wir darin, die Synagoge zu erhalten – nicht als Museum oder Mahnmal, sondern als aktives Zentrum jüdischen Lebens.

Heute wollen wir also auf das 100-jährige Bestehen dieses Gebetshauses anstoßen – und auf die viele Menschen, die es zur Gemeinde machen.
Ich lade Sie alle herzlich ein, gemeinsam mit uns zu feiern, und wünsche Ihnen einen schönen und bewegenden Nachmittag am Fraenkelufer!

Vielen Dank.

Hier finden Sie das Programm des Festakts am 4. September.

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Begegnungstage im und um den Graefekiez 2016

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

wir begrüßen Sie herzlich zum 5. Jahr der Begegnungstage rund um Glaube(n) im und um den Graefe-Kiez. Fünf Jahre des interreligiösen und auch nachbarschaftlichen Austausches, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut.

Waren Sie in den letzten Jahren schon mit dabei, sind aber neugierig auf mehr? Wollen Sie sich mit neuen oder bereits bekannten Themen und Fragestellungen auseinandersetzen? Oder anderen einfach nur beim Gedankenaustausch zuhören?
Lernen Sie auch dieses Jahr wieder vom 06.07. – 13.07.2016 mehr über verschiedene Gemeinden aus der Nachbarschaft.

Zum Auftakt der Begegnungstage findet am 07.07.2016 auf dem Zickenplatz (Schönleinstraße) wieder die Kiezkaffeetafel statt. Bei Kaffee und Kuchen können Sie ins Gespräch kommen und etwas über die unterschiedlichen Gemeinden und Glaubensrichtungen erfahren.

Am nächsten Tag sind alle Nachbarinnen und Nachbarn gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Notunterkünfte zum Willkommenspicknick am Carl-Herz-Ufer eingeladen. Der Raum interreligiöser und nachbarschaftlicher Begegnung wird um einen interkulturellen erweitert.

Was denken Sie über die Themen „Mit Fremden umgehen“ oder „Frauenbilder im Glauben“? Wie stehen verschiedene Glaubensrichtungen zu diesen Themen? Die Erzählcafés bieten eine gute Möglichkeit über diese Fragen gemeinsam ins Gespräch zu kommen.

Ist der Buddhismus auch ohne Gott eine Religion? Woran glaubt die Bahá’í-Gemeinde, als jüngste Religion von allen? Was haben die verschiedenen Glaubensrichtungen gemein und wie sehen ihre Gebetshäuser aus? Werfen Sie einen Blick hinein, z.B. beim Gemeinderundgang, und erfahren Sie vieles mehr über Glauben und Religion.

Neugierig geworden? Wir freuen uns darauf, Sie bei unseren verschiedenen Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Herzliche Grüße,
Die Gemeinden und Glaubensgemeinschaften aus Ihrer Nachbarschaft

Lesen Sie hier das vollständige Programm, Teil 1 und Teil 2

Plakat_Begegnungstage

100 Jahre – 100 Euro! Spenden fürs Fraenkelufer-Jubiläum

Fraenkelufer_100Jahre-100Euro

Vor 100 Jahren wurde die Fraenkelufer Synagoge eingeweiht und prägt seitdem das jüdische Leben in Berlin Kreuzberg. Das wollen wir im September 2016 gebührend feiern.

Ihre Spende hilft uns dabei, dem Jubiläum einen feierlichen Rahmen zu geben. Wir planen derzeit einen Festakt im September 2016, eine Ausstellung mit persönlichen Geschichten zu „100 Jahre Synagoge Fraenkelufer“ sowie eine Foto-Ausstellung mit Aufnahmen des Magnum-Fotografen Robert Capa aus dem Jahr 1945 von der Fraekelufer Synagoge.

Helfen Sie uns, die Jubiläumsfeier zu einem unverwechselbaren Ereignis zu machen! Über die Spendenaktion

„100 Jahre – 100 Euro“

können Sie die Feierlichkeiten unterstützen.
Ob kleine oder große Beträge – jeder Beitrag hilft uns, das Jubiläum noch schöner zu gestalten.

Die Freunde der Synagoge Fraenkelufer e.V. sind ein gemeinnütziger Verein, der sich für ein aktives jüdisches Leben in Kreuzberg engagiert. Wir sind rein ehrenamtlich tätig und sind für unsere Arbeit auf Spenden angewiesen.

Spenden Sie per Überweisung an:
Freunde der Synagoge Fraenkelufer e.V.
IBAN DE02 8306 5408 0004 8876 46
BIC GENODEF1SLR
oder per PayPal an william@fraenkelufer.de

Hier finden Sie unseren Spendenflyer – bitte gern an Interessierte und potenzielle Spender weitergeben!

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The Fraenkelufer Synagogue was inaugurated a centuray ago this year. It‘s been the focal point of jewish life in Berlin Kreuzberg ever since. That‘s why in Septemper 2016 we want to mark the historic occasion.

Your donation helps us to do it right: We are currenly planning an official ceremony for Septemper, as well as an exhibition of personal stories that capture „100 years of Fraenkelufer Synagogue“. A major componet of this are the tremendous images taken in 1945 by famed Magnum founder Robert Capa.

Help us make this important moment unforgettable by being part of our
„100 Jahre – 100 Euro“
campaign – regardless of how much or little you can give.

Friends of Freankelufer e.V. is a nonprofit charity that supports Jewish life in Berlin. We are a Grass-roots Initiative made up of active members of the synagogue on a completely volunteer basis, fully dependent on your support.

Donations can be made by transfer to
Freunde der Synagoge Fraenkelufer e.V.
IBAN DE02 8306 5408 0004 8876 46
BIC GENODEF1SLR
or PayPal to william@fraenkelufer.de

Here is our fundraising flyer – please feel free to forward to others!

Mimouna am Ufer!

2016 04 18 Mimouna Cover

(English below)
Am Ende von Pessach präsentieren euch Habait und die Freunde des Fraenkelufers die allererste Mimouna am Fraenkelufer!

Kommt und feiert mit uns das nordafrikanisch-jüdische Fest zum Abschluss von Pessach! Nach acht Chametz-freien Tagen enden die Feiertage mit eine fröhlichen Fest voller Leckereien.
Am Samstag, den 30. April, 21:30 – 00:30 Uhr erwarten euch:

  • Muflettot (marokkanische Pfannkuchen)
  • Süßigkeiten
  • Marokkanische Musik

und viel Gastfreundschaft. Hier gibt’s das Facebook-Event, mit dem ihr eure Freunde einladen könnt.
Die Veranstaltung wird durch die #MakeItHappen Initiative der Charles and Lynn Schusterman Family Foundation ermöglicht.

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Mimouna at the Ufer, 30 April

When Pesach concludes, Habait and FdF are excited to bring you our first ever Mimouna at Fraenkelufer!

Come take part in this festive, North African tradition that marks the end of Pesach. It’s sure to be delicious following 8 days of chametz-free eating. Here’s what you can look forward to on the 30th from 9:30 pm-12:30 am:

  • Muflettot (Moroccan pancakes)
  • Sweets
  • Moroccan music

And, of course, a lot of friendly faces and good cheer. Click “attending” on the Facebook event and invite your friends.
The event is made possible by the #makeithappen initiative from the Charles and Lynn Schusterman Family Foundation.

Die Freunde des Fraenkelufers wünschen ein fröhliches Pessach-Fest 5776!

Chag Pessach kascher vesameach!

Gebetszeiten zu Pessach

Freitag, 22.04.2016, EREW PESSACH, Eingang: 19:30
19:00 Uhr
Kant. S. Zkorenblut

Samstag, 23.04.2016, 1. TAG PESSACH
09:30 Uhr
Kant. S. Zkorenblut BK: J. Bieler

Samstag, 23.04.2016, 2. ABEND PESSACH, Lichterzünden 21:18
19:00 Uhr
Kant. S. Zkorenblut

Sonntag, 24.04.2016, 2. TAG PESSACH Ausgang: 21:09
09:30 Uhr
S. Zkorenblut BK: J. Bieler

Donnerstag, 28.04.2016, 7. ABEND PESSACH Eingang: 19:45
19:00 Uhr
Rabb. Y. Zinvirt Kant I. Sheffer

Freitag, 29.04.2016, 7. TAG PESSACH
09:30 Uhr
Rabb. Y. Zinvirt Kant I. Sheffer BK: A. Tzuberi

Freitag, 29.04.2016, 8. ABEND PESSACH, Lichterzünden 19:45
19:00 Uhr
Rabb. Y. Zinvirt Kant. S. Zkorenblut

Samstag, 30.04.2016, 8. TAG PESSACH JISKOR, Ausgang: 21:32
09:30 Uhr
Rabb. Y. Zinvirt Kant. S. Zkorenblut BK: A. Tzuberi

Samstag, 30.04.2016, PESSACH Ende – ab 21:30 Mimouna!

 

Let it grow! Euer eigenes FdF-Gewächshäuschen zu Tu biShvat

Letztes Jahr an Tu biShvat haben wir gemeinsam einen Apfelbaum im Garten des Fraenkelufers gepflanzt, der bereits erste Früchte getragen hat. Diesen schönen Brauch, mit dem in Israel häufig Tu biShvat begangen wird, wollen wir auch dieses Jahr wiederbeleben:
Zum Fest gibt es Mini-Gewächshäuser mit Frühlingsgrüßen des Fraenkelufers, die ihr als kleines Symbol des Wachstums und des neuen Lebens von uns erwerben könnt.

Mini-Gewächshaus

Für 10 Euro pro Stück könnt ihr gleich zwei Mitzvot erfüllen: erstens eine neue Pflanze „großziehen” und zweitens die Freunde des Fraenkelufers mit eurem Beitrag zur Gemeindearbeit unterstützen. Die Zahl der Gewächshäuser ist limitiert, darum schreibt uns am besten sofort eine Mail an info@fraenkelufer.de und bestellt euer Pflänzchen.

Eure Spende könnt ihr gern überweisen und das Gewächshäuschen dann beim nächsten Besuch am Ufer mitnehmen – am besten gleich bei unserem Tu biShvat-Kiddush mit Shiur am kommenden Samstag!

Leitet diese Mail gern an Interessierte weiter – das Fraenkelufer freut sich über jede Unterstützung!
Danke euch, herzliche Grüße und bis bald am Ufer
Euer FdF-Team

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Let it grow! Support FdF with your own Tu biShvat mini-greenhouse for home

Last year, we planted our own apple tree in the Fraenkelufer garden, and it’s doing great, already bearing its first fruit. We’d like to continue this tradition with mini-greenhouses from FdF — everything necessary for planting in one, small container and a small symbol of renewal and growth for you to have at home.

Mini-Gewächshaus

For 10€/pot you fulfill two mitzvot at once: a) let a new plant grow, and b) support the Friends of Fraenkelufer. For more information and to make your donation, please write info@fraenkelufer.de. Please note the number of greenhouses is limited. Payment (and further donations) can be made by bank transfer. Come and pick up your own mini-greenhouses at your next visit to the Ufer – for example at the Tu biShvat Kiddush and Shiur next Saturday.

Feel free to forward this mail to others – every donation and support is most welcome.

All the best and see you soon at the Ufer
Your FdF team

Help refugees on Christmas! Flüchtlingshilfe an Weihnachten!

English below
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Weihnachten – was für die einen eine Zeit der Familie und der Freude ist, bringt Flüchtlingsunterkünfte in Schwierigkeiten, da es nur wenig ehrenamtliche Unterstützung gibt. Diese Jahr möchten wir unseren kleinen Teil dazu beitragen, die Ehrenamtlichen und die Geflüchteten in der Wilmersdorfer Unterkunft zu unterstützen: Am Sonntag, den 20. Dezember planen wir von 13 bis 15:30 eine Freiwilligenaktion mit Kinderprogramm, Spendensortierung etc. Tragt euch direkt hier in die Anmeldeliste ein, wenn ihr dabeisein könnt!

Am 24., 25. und 26. Dezember möchten wir außerdem mithelfen, dass die notwendigen täglichen Abläufe in der Unterkunft funktionieren, so dass die “regulären” Freiwilligen mit ihren Familien Weihnachten feiern können. Macht mit und unterstützt die Aktion! Hier findet ihr eine Übersicht mit allen Schichten und Aufgaben – vom Kinderzimmer bis zur Spendenannahme – und könnt euch auch gleich eintragen.

Der Eingang der Unterkunft befindet sich in der Brienner Straße 16, direkt am Fehrbelliner Platz.

Wir freuen uns, wenn viele von euch dabei sind!

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Christmas being a time for celebrating with family and friends puts particular stress on social welfare institutions that anyway receive minimal support. It’s no different at refugee centers subsisting by and large on volunteers. That’s why we’d like to return to the Wilmersdorf refugee center on 20 December with activities for kids and adults from 1-3. Please klick here and let us know if you can join!

We want to be of further assistance on 24-26 December, when most of the usual personnel will be with their own families for Christmas. Your help would be invaluable! Look here for a “shift plan” and sign up.

The address of the center is Brienner Straße 16, right next to Fehrbelliner Platz.